LandFrauenverein Weidach

Weidach

Weidach, ein kleiner Ort mit ca. 700 Einwohnern, ein Ortsteil der Gemeinde Blaustein im Alb-Donau-Kreis, Baden -Württemberg.

Weidach liegt verträumt zwischen landwirtschaftlich genutzten Flächen. Die Umgebung ist ein beliebtes Naherholungs- und Wandergebiet in der Nähe von Ulm und Blaubeuren.
Weidach liegt auf der Ulmer Alb. Es ist von drei Tälern umgeben: Östlich das trockene Kiesental, im Süden das Blautal und im Westen das (kleine) Lautertal. Wanderfreunde lieben die abwechslungsreiche Landschaft um Weidach. In der Nähe gibt es zwei Wanderheime: Das Naturfreundehaus Spatzennest und das Wanderheim des Schwäbischen Albvereins, die Weidacher Hütte.

Wir grüßen alle, die unsere Internetseite besuchen, besonders alle ehemaligen Weidacher auf allen Kontinenten. Wir grüßen alle, die unsere Internetseite besuchen, besonders alle ehemaligen Weidacher auf allen Kontinenten.

Weidach konnte im Jahre 2000 auf eine 775-jährige Geschichte zurückblicken.
Der Ortsname Weidach wird erstmals in einer Urkunde genannt, die in Rieti (Italien) unterzeichnet wurde.
Papst Honorius III. bestätigt darin dem Kloster Elchingen verschiedene Einrichtungen und Besitzungen, unter anderem "dominicalem curtem cum dimidio manso; in Widach" (4 ½ Mansen (Bauerngüter) in Weidach) und nimmt es in seinen Schutz.

Datum und Schlußtext der Urkunde, in der Weidach nach heutigem Wissensstand zum ersten Mal genannt wurde (WUB, V/415):
"Datum Reate, per manus magistri Guidonis domini pape notarii, XVII. kalendas Septembris, indictione XIII., incarnationis dominice anno M°.CC°.XX°.V., pontificatus vero domini Honorii pape III. anno decimo."

Übersetzung:
Gegeben in Rieti, durch die Hand des Magisters Guido Notar des Papstes, an den 17. Kalenden des September, in der 13. Indiktion im Jahre der Fleischwerdung des Herrn 1225 und im Pontifikat des Papstes Honorius des III. im 10. Jahr.
Das Datum ist in der damals gültigen römischen Zeitrechnung geschrieben im 10. Amtsjahr des Papstes Honorius III. Überträgt man das Datum aus dem römischen Kalender in unseren julianischen Kalender, ergibt sich das Datum 16. August 1225.

Der Ortsname Weidach
Die erste Erwähnung eines Ortes bedeutet jedoch keinesfalls, daß zu diesem Zeitpunkt erstmals Menschen ansässig waren. Sicher hatten sich auf dem Flurstück "Widach" schon viel früher Menschen angesiedelt, da es auf diesem Flurstück Wasser gab und dies die Voraussetzung für eine Besiedelung auf der Albhochfläche war. Der Name Widach bedeutet "Ort, wo viele Weiden wachsen" und ist ein auf die Siedlung übertragener Flurname. Noch bis in die Mitte des letzten Jahrhunderts zeugte die ehemalige wasserreiche Stelle, die "Hüle", mit den dort am Rand üppig wachsenden Weiden vom Wasser als wichtigem Element für die Besiedlung. Im Laufe der Zeit gab es für den Ortsnamen verschiedene Schreibweisen: Widach, Wydach, Weydach, Weidach.

Die vorgeschichtliche Zeit
Lange bevor Weidach erstmals urkundlich erwähnt wurde suchten Menschen das Gebiet in und um Weidach auf oder besiedelten es. Funde aus der späten Hallstattzeit belegen das eindrucksvoll. Das nordöstlich von Weidach beim Abräumen eines Steinriegels im Januar 1933 gefundene Skelett mit Schmuckstücken gehörte zu einer (oder zwei) weiblichen Toten aus der späten Hallstattzeit. Die Schmuckstücke sind bedeutende Funde und belegen eine Epoche der Hallstattzeit, weshalb die Weidacher Fibeln namengebend für diese Form der Fibeln wurden. Die Archäologen bezeichnen sie als Fibel vom Typ Weidach. Die Weidacher Fundstücke befinden sich im Württembergischen Landesmuseum in Stuttgart.

Weidach heute
Weidach ist heute ein sehr beliebter Wohnort mit über 700 Einwohnern. Es liegt am südlichen Albtrauf. Im Norden schließt die Albhochfläche an, im Osten, Süden und Westen wird die Landschaft durch schöne landschafts- und naturgeschützte Täler begrenzt. Die Gebiete um Weidach und die Gemarkung Weidach sind wegen der abwechslungsreichen Landschaft und der landschaftlich schönen Lage als Wander- und Naherholungsgebiet sehr beliebt. Davon zeugen auch die beiden Wanderheime in der Nähe Weidachs, das Wanderheim der Ulmer Naturfreunde, das "Spatzennest", und das Wanderheim des Schwäbischen Albvereins, die "Weidacher Hütte".

Im Zuge der Gemeindereform kam Weidach am 1. Januar 1975 zur Gemeinde Blaustein. Die seit 1829 bestehende Filialgemeinde Weidach hatte sich 1920 mit Herrlingen zu einer Gesamtgemeinde zusammengeschlossen. Weidach ist zur Zeit im Ortschaftsrat Herrlingen mit fünf Ortschaftsräten vertreten. Im Gemeinderat der Gemeinde Blaustein hat Weidach zwei Vertreter.

1963 erhält Weidach eine neue Schule. Das Gebäude wird heute zu Vereinszwecken genutzt.
1968 Die Nikolaus von Flüe Kirche wird erbaut.
1990 Neue Spielgeräte auf dem Spielplatz erfreuen die Kinder.
1991 Aus dem Gelände, wo sich früher die Hüle befand, wird ein Dorfplatz.
1992 Ein Anbau an die neue Schule beherbergt das Feuerwehr - Gerätehaus
1997 Der neu errichtete Kindergarten kann bezogen werden.
2000 Die Weidacher feiern mit einem großen Dorffest das 775jährige Jubiläum, eine junge Eiche wird aus diesem Anlaß gepflanzt.

Die Freiwillige Feuerwehr wurde schon 1886 gegründet. Die Vereinstätigkeit hat sich erst in der letzten Hälfte des 20. Jahrhunderts entwickelt. Seit über 50 Jahren gibt es den Landwirtschaftlichen Ortsverein. Der Gesangverein Sängerbund wurde 1964 gegründet.
1986 ist das Gründungsjahr des LandFrauenvereins, der seit 1997 eine Musikschule angegliedert hat. Die Jugend hat sich im Jugendraum zusammengefunden. Alle Vereine bereichern die Dorfgemeinschaft durch ihr Kultur- , Bildungs- und Geselligkeitsangebot.